Bye bye Hallux valgus?

Warum unsere Füße mehr Aufmerksamkeit verdienen

Unsere Füße tragen uns ein Leben lang. Trotzdem schenken wir ihnen oft erst dann Aufmerksamkeit, wenn sie beginnen, sich bemerkbar zu machen. Ich beschäftige mich aktuell intensivst mit der Thematik Hallux valgus und habe dabei erkannt: es geht nicht nur um den schiefen Zeh. Es geht um Haltung, Gewohnheiten und vor allem Bewusstsein.

Ein schiefer Zeh ist kein Zufall

Viele Frauen 50+ sind von dem Thema betroffen: der große Zeh driftet langsam nach außen, der erste Mittelfußknochen neigt sich zu den anderen Zehen. Die Schuhe drücken, der Fuß verändert sich, es kommt zu schmerzhaften Begleiterscheinungen.

Oftmals heißt es: damit muss man leben. Selbst schuld, hättest du nicht so enge, hohe Schuhe getragen. Doch das alleine ist nicht der Grund.

Je mehr ich mich mit der Fußgesundheit beschäftige (ich habe mir den Onlinekurs „Bye bye Hallux valgus“ bei Nadine Kosak gebucht und bin gerade fleissig am trainieren und erleuchtet werden), desto klarer wird: die aktuelle Entwicklung hat über Jahre stattgefunden.

Ein Hallux entsteht nicht über Nacht (und geht auch nicht über Nacht wieder weg). Er ist das Ergebnis jahrelanger Gewohnheiten:

  • zu enge Schuhe
  • fehlende Fußmuskulatur
  • mangelnde Zehenbeweglichkeit (es ist erschreckend!)
  • fehlende Wahrnehmung

Genau dort setzt Veränderung an.

Meine persönliche Erkenntnis

Lange Zeit behandelte ich meine Füße sehr stiefmütterlich. Sie wurden in den letzten Jahren immer größer, breiter, platter, oft passten von einer Saison zur anderen die Schuhe nicht mehr. Ich war zwar sauer, doch ich dachte mir nichts dabei. Wie kurzsichtig und unfair, meinem Körper gegenüber! Weit entfernt von Selbstverantwortung!

Durch die intensive Auseinandersetzung im Kurs, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. So viele Zeichen, die ich einfach verdrängte und nicht wahrnehmen wollte! Selbst die mittlerweile flachen Schuhe waren keine Lösung, da es auch hier viel Grundlegendes zu beachten gibt. Ich hatte meine armen Zehen, nein den kompletten Fuß, den Großteil meines Lebens richtig gehend vergewaltigt und in eine unnatürliche Form gepresst. Denn nur weil Schuhe nicht schmerzen, heißt das noch lange nicht, dass sie fußgerecht sind. Nun präsentiert mir mein Körper die Rechnung. Autsch!

Das Fundament des Körpers

Unsere Füße sind ein fein abgestimmtes System. Sie sind das Fundament, auf dem wir stehen und uns bewegen. Wenn die Muskulatur schwächer wird, ändert sich die komplette Statik des Körpers. Verändern sich die Füße, übernehmen andere Gelenke ausgleichende Funktionen. Erst das Knie, dann das Hüftgelenk und so geht es weiter bis ganz nach oben. Oftmals führen wir Beschwerden gar nicht auf eine Fehlstellung der Füße zurück, doch in Wahrheit beginnt es an der Basis.

Was ich aktuell selbst übe (und das ist ziemlich frustrierend und zum Teil fast erschreckend, da ich quasi bei Null beginne):

  • Zehen bewusst anheben und spreizen
  • die Großzehe isoliert bewegen
  • kurze Barfuß-Sequenzen im Alltag (z.B. über seitlich über einen Besenstiel gehen und die Faszien aktivieren – AUTSCH!)
  • achtsames Gehen
  • Fußgewölbe aktivieren

Es sind keine spektakulären Übungen, doch sie verändern die Wahrnehmung immens.

Aroma & Fußtraining – warum ich beides kombiniere

In meiner Arbeit verbinde ich Bewegung gerne mit Düften und ätherischen Ölen. Nicht, weil ein Öl etwas „repariert“, doch Düfte lenken die Aufmerksamkeit.

Ein aktivierender Duft wie Rosmarin oder Pfefferminze kann die Wahrnehmung im Fuß intensivieren (bei Bedarf verdünne ich die Öle mit Trägeröl). Die Berührung wird bewusster. Die Übung bekommt einen Rahmen.

Aroma ersetzt kein Training, doch es unterstützt den Fokus. Die Handlung wird zum lieb gewonnenen Ritual.

Meine Gerätschaften fürs Training sowie diverse Pflegeprodukte und NEMs (Werbung aus Überzeugung): En-er-gee (zum Energetisieren), RINGANA fresh foot balm (für eine intensiv versorgte, geschmeidige Haut) und Super Magnesium von Young Living (gelegentlich leide ich unter Krämpfen).

Die Rolle der Füße in der Selfcare4you-Behandlung

Die Füße spielen auch in der S4Y-Behandlung eine zentrale Rolle. Hier kommt die Vitaflex-Technik zum Einsatz.

Sinngemäß bedeutet Vitaflex „Vitalität durch Reflexe“. Es handelt sich um eine spezielle Drucktechnik, bei der die Reflexzonen an den Füßen aktiviert werden.

Warum ich das so schätze und auch bei mir selbst anwende:

  • die Füße sind reich an Nervenenden
  • Berührung wirkt dort oft tief entspannend (kann jedoch auch gelegentlich unangenehm sein oder kitzeln)
  • viele Kundinnen berichten von einem Gefühl der Erdung und Zentrierung

Gerade im Zusammenhang mit Hallux-Thematiken wird mir jetzt noch klarer: die Füße sind kein Nebenschauplatz. Sie sind die Basis.

Die S4-Behandlung startet mit der Energetisierung über die Fußsohlen. Dabei arbeite ich mit der wertvollen Ölmischung Valor.

Was ich bisher aus meinem Kurs mitnehme

Einer der wichtigsten Impulse bisher: Veränderung beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Bewusstsein. Es ist eine eindringliche Einladung, wieder Beziehung zu den eigenen Füßen aufzunehmen (dazu gehört auch eine kritische Betrachtung des Schuhschrankinhalts).

Ein paar Minuten täglich werden zur Morgenroutine:

  • Zehen bewusst und achtsam bewegen
  • den Fuß mit einem guten Fußbalsam eincremen und massieren
  • Druckverhältnisse wahrnehmen
  • den gesamten Fuß bewusst aktivieren und dehnen

Das ist kein medizinisches Versprechen. Die Morgenroutine alleine ist definitiv ein erster Schritt, jedoch keineswegs ausreichend. Es geht wie immer darum, bewusst neue Gewohnheiten zu schaffen und in den Alltag zu integrieren.

z.B. Stapfen im frisch gefallenen Schnee im Garten. Das nenne ich aktives Erwachen!

Immer wieder zu üben, Zehen und Muskulatur bewusst anzusteuern. Mühsam und zum Teil schmerzhaft, doch das ist der Preis für jahrelanges Wegschauen. Es ist eine eindringliche Einladung, wieder Beziehung zu den eigenen Füßen aufzunehmen.

Fazit

Ein Hallux valgus ist kein Makel. Er ist ein Signal.

Vielleicht auch eine Chance, den eigenen Stand im Leben neu zu betrachten?

Unsere Füße sind die Basis, sie tragen uns. Vielleicht ist es an der Zeit, sie nicht nur zu belasten, sondern bewusst zu stärken. Damit auch unsere Zehen wieder Lebensfreude gewinnen.

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