Schon wieder ein 12 von 12, das mit einer Rettungsfahrt ins Krankenhaus beginnt. Heute bleibt kaum Zeit für achtsame Momente des Alltags, dennoch bin ich froh, dass es meiner Mutter abends wieder besser geht.
#1: Die Nacht war schlimm. Mamas Magen rebelliert seit 20.00 h des Vorabends und ich weiß schon nicht mehr, was ich tun kann, um ihr zu helfen. Um 4.00 h lasse ich schließlich den Notarzt kommen, in der Hoffnung, dass sie etwas gegen die schreckliche Übelkeit und die damit verbundenen Begleiterscheinungen bekommt. Die junge Ärztin lässt mir zwei Schmelztabletten da und kommt mir überfordert vor.
#2: Um 7.00 h wird es noch schlimmer und wir müssen mit der Rettung ins Krankenhaus. Mama geht es wirklich schlecht und es fällt mir schwer das mitanzusehen.
#3: Warten im Aquarium (lange hab ich mich gefragt, warum dieser Raum so heißt, doch eigentlich ist es ja ganz klar 😂). Immer wieder werden die Fische beobachtet und kontrolliert. Glücklicherweise hängt Mama mittlerweile am Tropf, bekommt u.a. Magenschoner und Paspertin, die Übelkeit lässt langsam nach. Das übliche Spielchen: Blut abnehmen, EKG, viele Fragen und warten.
#4: Wieder vergehen einige Stunden bis die Laborwerte vorliegen. Warten. Warten. Warten. Im Aquarium ist es ruhiger als im Warteraum draussen, dafür gibt es keine Sessel. Egal, in der Hektik hab ich mich ohnehin nicht mehr umgezogen. Ich bin todmüde und merke jetzt, dass die unruhige Nacht ihren Tribut verlangt.
#5: Mama schläft jetzt, somit kann ich die Zeit nützen und mir ein Frühstück holen. Im KH Nord kenne ich mich mittlerweile gut aus und weiß, dass gleich um die Ecke ein Spar ist.
#6: Ich marschiere zurück und bald darauf erfahren wir, dass EKG und Blutbefund in Ordnung sind. Somit werden wir entlassen und dürfen wieder heim fahren. Gastro in Eigenregie. Beim Einsteigen ins Taxi sehe ich, dass Mama keine Schuhe trägt 🤪, darauf haben die Rettungsfahrer nicht geachtet. Nächstes mal gehe ich nicht beim anderen Eingang raus!
#7: Daheim angekommen erwartet uns der MannMitHut bereits mit dem Rollstuhl und Schlapfen vor dem Eingang. Ich überziehe das Bett neu und lege Mama erstmal nieder. Dann hole ich die neu verschriebenen Medikamente aus der Apotheke und gehe einkaufen. In der Zwischenzeit hat die Waschmaschine eine Menge zu tun.
# 8: Während meiner Abwesenheit kommt die RINGANA-Lieferung mit einigen meiner Helferleins. Derzeit läuft der Easter-Sale und natürlich nütze ich das, um meine Vorräte aufzustocken. Meinen täglichen Dea will ich nicht missen, mein omega3 schon gar nicht! Mein Körper braucht alles, was er an Unterstützung kriegen kann 🤪!
#9: Rasch was Leichtes kochen, damit Mamas Magen nicht gleich wieder überlastet ist (Naturschnitzerl vom Huhn mit Reis). Mittlerweile hab ich schon echt Kohldampf!
#10: Nur 15 Minuten bis der Reis fertig ist… Ich bin erschöpft.
#11: Auch der Bub ist völlig durcheinander. Wenn die Rettung kommt, wird er immer eingesperrt, damit er bei den offen stehenden Türen nicht davon läuft. Sich nicht nach Lust und Laune bewegen zu können und einen gestörten Tagesablauf kann er überhaupt nicht leiden.
#12: Mama ist mittlerweile im Bett und versorgt. Es geht ihr deutlich besser und sie fühlt sich wie neugeboren. Jetzt bekommt noch Dremo seine Medikamente und dann falle ich vollkommen fertig ins Bett. Ich denke, ich werde gut schlafen!
Die Fotodoku 12 von 12 gehört zu meinen Lieblingsformaten und ich lernte sie vor einigen Jahren kennen. Seitdem bilden 12 von 12 und der MoRüBli eine Jahresstruktur, in der ich immer gerne nachlese.
Wenn du auch mal mitmachen willst, so findest du hier die genaue Anleitung von Judith Peters.
An „gewöhnlichen“ Tagen (nicht immer fahren wir mit der Rettung ins Krankenhaus) fördert 12 von 12 die Achtsamkeit im Alltag. Glücksmomente zu erkennen und festzuhalten, Begebenheiten zu beachten, die im Trubel sonst keine Wertigkeit besitzen – genau deshalb schätze ich dieses Format sehr.