Selfcare4me – auf und davon!
Dieser Monat stand für mich unter dem Zeichen der Erholung, Auszeit und Zweisamkeit…
Rückkehr aus dem Krankenhaus
Am 1.9. kam Mama aus dem Krankenhaus nach Hause. Aufgrund ihrer katastrophalen Blutwerte musste sie kurzfristig für einige Tage in die Klinik Floridsdorf, leider werden die Abstände zwischen den Spitalsaufenthalten immer kürzer. Ich hoffte zu diesem Zeitpunkt sehr, dass Mama die Zeit der Urlaubspflege gut überstehen würde.
Vorbereitungen
Damit ich meinen wohlverdienten Urlaub antreten konnte, mussten viele organisatorische Dinge erledigt werden. Bereits Monate zuvor, hatte ich um Bewilligung für einen Urlaubspflegeplatz für meine Mutter eingereicht. Am 4.9. erfuhr ich endlich wohin sie kommt und wann wir genau übersiedeln können.
Am Sonntag davor kamen die „Golden Girls“ (unsere lieben Nachbarinnen) zu einem Umtrunk, um Mama noch gebührend zu feiern, schließlich feierte sie am 8.9. ihren 89. Geburtstag!
Kurzzeitpflege im Haus Liebhartstal
Von 7. bis 25.9. war Mama nun im Haus Liebhartstal untergebracht, einer Einrichtung der Häuser zum Leben des Kuratoriums des Wiener Pensionistenverbandes im 16. Bezirk. Dennoch waren vor meiner Abreise noch einige Besuche nötig.

Das Einchecken erfolgte gewissenhaft, das Zimmer war angenehm ruhig (ebenso die Zimmergenossin), die Essensversorgung mehr als ausreichend. Die Organisation machte vorerst einen guten Eindruck. Für mich war vor allem wichtig, dass von Montag bis Freitag vormittags eine Ärztin vor Ort ist, denn die ärztliche Versorgung daheim ist mittlerweile sehr mühsam.
Natürlich gab es das eine oder andere, das nicht optimal lief, doch der Ablauf in so einer Institution unterliegt einem straffen Zeitplan. Das Pflegepersonal hat leider nicht die Muße, sich um jeden einzelnen Patienten so zu kümmern, wie ich das daheim mit Mama mache. Das tat mir zwar im Herzen weh, doch immerhin konnten wir gleich am ersten Tag eine Fußpflege organisieren – alles hat seine Vor- und Nachteile.
Retreat 2026
Vom 12. bis 19.9. verbrachte ich eine wunderbare Woche in Mösern/Tirol. Von Freitag auf Samstag nächtigte ich bei einer lieben Freundin und Kollegin in Salzburg (Danke, liebe Gerda!) und hatte somit eine sehr gemütliche Anreise. Meinen ganz persönlichen Reisebericht vom Retreat findest du hier.
Vom 21. bis 23.9. verbrachten der MannMitHut und ich noch drei Tage in der Grünen Au, unserem absoluten Lieblings-Wellness-Hotel in der Steiermark. Auch hier war der Wettergott auf unserer Seite und wir konnten am ersten Tag entspannt beim Bade-Biotop die Sonne genießen.
Voll entspannt!
Beim nahegelegenen Fischteich
Herbstimpressionen
Puh ganz schön kalt!
Die Spezialität des Hauses – Gin
Immer wieder schön, hier vorzufahren!
Rückkehr in den Pflege-Alltag
Am Donnerstag nach unserer Rückkehr wartete eine lange ToDo-Liste auf mich. Der leere Kühlschrank rief nach Nachschub und du weißt bestimmt, was nach einem Urlaub so alles im Haushalt anfällt. Vorrangig war natürlich die Organisation des Pflegealltags, denn bereits am Freitag, 25.9., war die Rückkehr mittels Krankentransport organisiert.
Als ich bei Mama eintraf, um das Gepäck vorab abzuholen, war ich erschüttert und betroffen über ihren Zustand. Sie erkannte mich kaum und konnte nur sehr schwer artikulieren. Sie wurde auf ärztliche Anordnung seit zwei Tagen mit Infusionen versorgt, da sie stark dehydriert war.
Erst eine Woche zuvor hatte sie der MannMitHut bei der Kontrolle im Med22 begleitet, da ging es ihr bedeutend besser. Jetzt allerdings schien sich Mamas Gesundheitszustand in den letzten Tagen ihres Aufenthalts wieder zu verschlechtern.
Während des Heimtransports war sie plötzlich auffallend müde und schwach, sodass die aufmerksamen Rettungsfahrer des Roten Kreuz direkt mit ihr in die Klinik Floridsdorf fuhren. Mama wurde schließlich mit akutem Nierenversagen aufgenommen. Mittlerweile geht es ihr zwar etwas besser, doch sie ist nach wie vor im Krankenhaus.
Family & Friends
Am 26.9. lud Babsi zum Gansl-Essen ein, das aufgrund der geplanten Heimkehr meiner Mutter bei uns stattfand. Leider fiel letztlich nicht nur Mama, sondern auch Babsis Lebensgefährte Daniel aus gesundheitlichen Gründen aus.
Nach meinem Krankenhausbesuch verbrachten wir etwas reduziert mit meiner Schwägerin und lieben Freunden einen wunderbar spontanen, etwas chaotischen, jedoch sehr angenehmen Nachmittag/ Abend. Ach ja, die entzückende Toffee, den Gasthund meiner Tochter hatten wir auch noch da und Dremo zog bei dieser Gelegenheit wieder bei uns ein. Er war während meiner Abwesenheit bei den Kindern.
Schön langsam kommt alles wieder in Gang, nur Mama fehlt noch.