Ein deutlicher Perspektivenwechsel, das Verrücken meiner Prioritäten und ein bewusstes Ja zu mir – das sind die Meilensteine dieses Monats. Dass ich nebenbei auch Geburtstag hatte, führte zu intensivem persönlichen Austausch mit lieben Menschen, der sich auch noch in den August hinein zieht…
Auf Richtung 65!
Es gelang mir bereits einige Male, zwischen 7 und 9 Uhr im Gym aktiv in den Tag zu starten oder einen langen Walk zu machen. Da sich der Pflegedienst meiner Mutter langsam einspielt, kam ich meinen Vorsätzen schrittweise näher.
Meine neue Apple Watch – das Geburtstagsgeschenk vom Mann mit Hut ❤️ – erkannte bald meine Bestrebungen 😉, die Trendpfeile zeigten bereits vorsichtig nach oben.
Nach sechs Jahren trennte ich mich schweren Herzens von der vorigen Uhr, die mich täglich als Erinnerungsstück an meinen Sohn begleitete. Sie wanderte nun in die mittlerweile sehr reduzierte Sugar Daddy-Box .
In meiner heutigen, veränderten Sichtweise, lasse ich mich nicht mehr ständig von Trauer beherrschen. Heute sitzt Alex bei jeder Ausfahrt grinsend auf dem Sozius meiner Scarlet 🛵 und passt auf mich auf. Mit seinen trockenen Kommentaren bringt er mich häufig zum Schmunzeln und damit fahre ich – in jeglicher Hinsicht – besser.
Zahlen/Daten/Fakten
Nun heißt es Dranbleiben und mich mit meinem fitten und charismatischen Zukunfts-Ich verbünden! Ich startete mit einer monatlichen Bilddoku als liebevolle Eigenmotivation 😜, notierte meine Maße und überlegte mir, in welche Klamotten ich wieder hineinpassen will.
Viel wichtiger ist jedoch, wie Gesundheit und Fitness sich für mich anfühlen, wie kräftig und stabil mein Körper wird und wohin mich meine langsam wachsenden Möglichkeiten bringen. Irgendwann werde ich mein Zeitkorsett ablegen, jetzt sind es die täglichen kleinen Entscheidungen, auf die es ankommt. Gelassenheit und Geduld mit mir selbst begleiten mich.
Ich gönnte mir zwischendurch stille Momente, in denen ich in mich hinein spürte und hörte, was mein Körper mir verschämt zuflüstert. Er verlangte immer mehr nach Zeit, die nur mir gehört. Und er wird immer lauter, drängender.
Bücherliebe
Bücher zu lesen, bekam in den letzten Wochen ebenso einen höheren Stellenwert. So sehr ich Hörbücher liebe (sie verkürzten mir schon so manche Hunderunde oder Walkingstrecke), ein Taschenbuch oder einen dicken Wälzer in der Hand zu halten, ist etwas ganz anderes. Es bedeutet bewusstes Lesen, möglichst ohne Ablenkung.
Die Perfektion vieler Formulierungen in Marion Völgers Buch „Mut zur Stille“, sind literarische Malerei. Ich liebe ihren Schreibstil und bewundere ihre Ausdrucksfähigkeit, seit ich sie als Schreibfreundin kennenlernte. Marion kommt auf den Punkt, ohne sich in zu vielen Worten zu verlieren.

Sich beim Lesen auf die Gedankenreise der Autorin/des Autors einzulassen, Impulse ein zweites oder drittes Mal wirken zu lassen und in Ruhe nachzuschwingen, schaffe ich besser mit einem geschriebenen als gehörten Text.
Lesung in Wien
Mit dem auch optisch äußerst ansprechend gestalteten Band, verbrachte ich in den letzten Wochen so manche abschließende Leserunde vor dem Einschlafen. Marions Texte vermitteln Ruhe und sind die ideale Lektüre zum Runterkommen.
Marions viertägiger Aufenthalt in Wien, ihre inspirierende, erfolgreiche Lesung am 30.7. n der Praxis Finde_deine_Spur sowie die gemeinsame Zeit mit Susanne und Nike, waren ein absolutes Highlight in meinem Juli. Ich bin sehr dankbar, dass ich mich dafür freispielen konnte.
Ein wunderbarer erster Tag, wenn auch die Stadtbesichtigung wegen der Hitze unmöglich war…
Vorfreude auf die bevorstehende Lesung
Cheers – natürlich alkoholfrei!
Wie immer liebevoll von Susanne vorbereitet 💖
Beim Signieren der Bücher
Im Hintergrund die Herzraumbilder von Nike Kasis.
Herzräume
In diesen Tagen besuchten wir auch das Heart Works-Atelier der sympathischen, österreichischen Künstlerin Nike Kasis . Zwei ihrer schöpferischen Werke brachten in mir etwas zum Klingen und lassen mich seither nicht mehr los.
Ich hole sie nächste Woche in ihr neues Zuhause und schaffe mir damit einen Herzraum der Inspiration, der mich bereits am Morgen mit Freude und Vertrauen erfüllt. Sie begleiten mich in eine Lebensphase, in der ich im Mittelpunkt stehe und nicht die Gewissheit, mich durch „gebraucht werden“ definieren zu müssen.

Was bot der Juli sonst noch so?



