Das Early Bird Syndrom

Morgenrituale, die ich heiß und innig liebe – auch was für dich?

„Verändere in 30 Tagen dein Leben“ – solch vollmundigen Ankündigungen schenke ich keinen Glauben. Dennoch probierte ich für einige Wochen die Neustrukturierung meines Morgens aus. Ich schwimme zwar noch nicht in materiellem Wohlstand, doch in sportlicher Hinsicht hat sich mein Leben grundlegend verändert…

Ich bin eine frühe Lerche

Warum stehst du schon so zeitig auf, kannst du das nicht auch später machen?

Tagesbeginn im Bad
Mein erster Wecker läutet um 4.30 Uhr. Meist brauche ich ihn gar nicht.

Sehr oft werde ich mit dieser Frage konfrontiert. Nein, kann ich nicht. Zumindest nicht so gut. Jetzt grade, während ich diese Zeilen schreibe, ist es 5.21 Uhr. Alles ist noch ruhig. Mann, Mutter und Hunde schlafen noch. Mein Zitronenwasser steht bereit und ich hab bereits meinen Green Smoothie intus.

Ich kann in Ruhe mein Morgentraining absolvieren bzw. in diesem Fall meinen Blogartikel schreiben. Eine kühle Brise zieht durch mein Studio, denn ich hab rundum alle Fenster aufgerissen, damit ich aufatmen kann, nach der Schwüle der letzten Tage. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich diese Ruhe am Morgen genieße!

Journaling, Affirmationen

Eine wunderbare Morgenroutine ist mein Journaling, bei dem ich mir in 10-15 Minuten alle Gedanken von der Seele schreibe oder auch zu einer bestimmten Frage meinen Kopf auf dem Papier ausleere. Wie einen Kübel Wasser, ungebremst und völlig wertfrei.

morgendliches Journaling

Versiegt der Gedankenfluss, lese ich mir anschließend in Ruhe durch, welche Schätze mir mein Unterbewusstsein hier präsentiert hat. Oftmals sind wertvolle Inspirationen, Impulse, Anregungen für meine Projekte darunter, die ich dann gezielt weiter bearbeiten kann. Diese Free Writings haben unglaubliche Kraft und kommen aus meinem tiefsten Inneren!

Eine Form des Journalings ist auch, sich mit dem Schreiben von Affirmationen auf eine gewünschte neue Ausrichtung zu fokussieren.

Bewegung

Mittlerweile trainiere ich regelmässig daheim in meinem Studio. Diese Erfolgsdisziplin ist einer der Grundpfeiler, auch in der Menopause mein Gewicht zu halten. Mit gezieltem Kaloriendefizit und dem entsprechenden Mind-Design war Abnehmen in den Wechseljahren möglich. Jetzt liegt der Fokus auf neuen Routinen zum Erhalten meiner Figur.

Es ist alles an Ausstattung vorhanden, was mir einen straffen Body verschafft: verschiedene Hula Hoop Reifen, mein Schlingentrainer, Hanteln unterschiedlichsten Gewichts, ein Balance-Board, meine Smovey-Ringe… Theoretisch könnte ich meinen Körper stundenlang stählen, doch essenziell sind die täglichen 20-30 Minuten Basis plus 10.000 Schritte.

Sonnenaufgang im Gebetsgarten

Gerade im Sommer nütze ich diese Stunden auch gerne für einen Morgenlauf. Das ist für mich das Schönste überhaupt: die Wolkenstimmung zu beobachten, zu sehen, wie der Tag erwacht. Wie sich die Sonne in voller Farbenpracht auf ihre tägliche Reise begibt. Das ist jedes mal ein Feuerwerk an Emotionen: Dankbarkeit für mein Sein und meine Gesundheit, tiefe Verbundenheit mit meinen Lieben.

Meditation, Zwiegespräch

Oftmals besuche ich den auf meiner Laufstrecke befindlichen Gebetsgarten. Er vermittelt kraftvolle Ruhe in dieser Phase des Tages und gibt mir immer mehr inneren Frieden und Gelassenheit gegenüber dem Sterben.

Gebetsgarten Schild Eingang

Dort erzähle ich meinem Sohn Alex, was sich so tut. Mitunter denke ich mir, warum mache ich das gerade hier? Er ist doch ohnehin ständig bei mir, doch unsere kurze Zwiesprache hilft mir, die immer wieder mal aufkommende Traurigkeit zu bändigen. Fast schon bin ich soweit, mich mit diesem Thema zu versöhnen, werde ich doch immer öfter damit konfrontiert.

Seit meine Mutter bei uns lebt, also seit Februar, hat sich mein Alltag komplett verändert. Die Betreuung eines alten Menschen erfordert eine völlig andere Struktur und Zeiteinteilung. Da geht es nicht, das Frühstück einfach ausfallen zu lassen oder sich spontan für ein paar Stunden davon zu schleichen.

Blick in den morgendlichen Gebetsgarten

Somit gewannen die produktiven Stunden, bevor die Welt erwacht, noch mehr an Bedeutung. Ich bin zugegebener Weise ein Morgenmensch. Dennoch muss ich mich abends oft disziplinieren um auf mein Schlafpensum von 7 Stunden zu kommen. Die brauche ich nämlich auf Dauer für mein Wohlbefinden.

Impulse, Weiterbildung

Mehrmals pro Woche wärme ich mich vor meinen TRX-Plank-Übungen ca. 5-10 Minuten mittels Power-Hooping auf. Das ist ein gutes Training für Bauch- und Rumpfmuskulatur und bietet mir die Möglichkeit gleichzeitig Youtube-Videos zu gucken.

Da ich derzeit an einem ganz neues Projekt arbeite, nämlich einem Online-Kurs zur Begleitung von Frauen in den Wechseljahren (der Titel wird gerade zum wiederholten Mal überarbeitet), braucht das viel Zeit für’s Recherchieren. Ich schätze Youtube hier als wirklich gute Ergänzung. So kann ich Bewegung und Wissensfindung verbinden und oftmals wird das Training automatisch verlängert.

Mein neues „Baby“

Im Kurs erarbeitest du schrittweise die Etablierung neuer Gewohnheiten, um energiegeladen, fit und schön die Zeit der Wechseljahre und danach zu genießen. Der Fokus liegt auf Ernährung, einem Bewegungsprogramm, neuen Routinen zur Gewichtsreduktion, Pflegeroutinen für einen straffen Körper sowie dem dafür erforderlichen Mind-Design. Ideal für Frauen, die etwas verändern und ihr Leben genussvoll schöpferisch in die Hand nehmen wollen.

Selbst ausgetestet und für gut befunden ;-)! Wie gefällt dir der Titel „Be yourself-Journey“?

Wieso gerade der Morgen?

Ich las Anfang 2021 die Bücher „Miracle Morning“ von Hal Elrod und den „5 Uhr Club“ von Robin Sharma. Beide Bücher lösten in mir den Wunsch aus, das Gelesene für eine Zeit lang auszuprobieren. So bastelte ich mir aus beiden Ansätzen eine für mich passende Variante.

Buchempfehlung

Mittlerweile wurden diese Routinen zur lieb gewordenen Gewohnheit, die ich nicht mehr missen möchte, vor allem was die morgendliche Sporteinheit betrifft. Schaffe ich es morgens nicht, mein Training unterzubringen, dann bekommt leider häufig mein unsportlicher Klabauter die Oberhand. Mir persönlich fällt es sehr schwer mich abends zu motivieren. Wenn es wieder kühler ist, werde ich jedoch die eine oder andere Outdoor-Sporteinheit zusätzlich einplanen.

An jenen Tagen, an denen ich meine Morgenroutine nicht durchziehen kann, starte ich stimmungsmäßig bedeutend schlechter in den Tag, was sich häufig auch in meiner Produktivität bemerkbar macht.

Ich brauche Struktur

Optimal läuft es für mich, wenn ich abends meinen Tag reflektiere und mir mein „Morgen“ plane. Es macht durchaus Sinn, zu früher Stunde nicht erst darüber nachdenken zu müssen, was zu tun ist.

Rein in die Sportklamotten und los geht’s! Trainingsübungen, Kleidung entsprechend der anfallenden Termine und Zeitplan sind vorbereitet, auch das Zeitfenster, wie lange ich welche Tätigkeit verfolgen möchte. Hier bewährt sich das Stellen eines Timers. Gelingt noch nicht immer!

Ich gestehe, dass ich in den letzten Monaten viele Routinen komplett über den Haufen geworfen habe und sie jetzt sukzessive an die neue Situation anpasse. Im September wird sich eine neue Ordnung einspielen. Ich denke, bis dahin ist meine Mutter in ihre Wohnung im Kellergeschoß übersiedelt und kann dann wieder ihren eigenen Gewohnheiten nachgehen.

To Do’s abhaken – eine Leidenschaft!

Ich bin definitiv eine Hakerl-Enthusiastin. Ich liebe es, abends abzuhaken was ich tagsüber erledigt habe. Noch bin ich hin und hergerissen, ob ich das in Papierform mache (ich bin nun mal eine alte Kritzeltante) oder online. Doch als kreativer Mensch hat Papier einfach seinen Reiz, so sehr ich mein iPad auch liebe.

Ich gestehe, mitunter fehlt mir der Fokus und ich tendiere dazu mich ablenken zu lassen. Räume ich zwischendurch im Keller die Waschmaschine aus, dann sehe ich viel zu viele Dinge, die ebenso zu erledigen wären und gleich gemacht werden könnten. Der MannMitHut schüttelt dann immer brummelnd sein Haupt, wenn er es wieder mal mitbekommt… To Do-Listen bringen mich wieder auf Spur und gerne verwandle ich sie in Juchu-Seiten.

Andererseits merke ich auch während meiner Arbeit, wenn es zu regnen beginnt, ein Hund kotzt oder meine Mutter zwischendurch was braucht, jedoch nichts sagt, weil sie nicht lästig sein will… Naja, ich hab ja bereits erwähnt, dass unser beider Uhren völlig anders ticken 😜. Doch im Schnitt passt es wieder…

Kurzer Blick ins Buch der Early Birds

Stunde des Sieges, Heilige Stunde

Die Stunde am Morgen zwischen 5.00 und 6.00 h, in der du mit dem Aufstehen deinen inneren Klabauter besiegst, ist bei beiden Autoren in gewisse Abschnitte eingeteilt. Ich empfehle dir, die Bücher zu lesen oder in den Weiten des www zu recherchieren, die Details würden den Rahmen sprengen. Ich beleuchte hier nur kurz die Morgenstunde.

Durcharbeiten des 5h Clubs

Robin Sharma – 5 Uhr Club

Der 5 Uhr Club ist mit all seinen Strategien in eine kleine Geschichte verpackt und lässt sich dadurch spielerisch leicht lesen. Ich persönlich verwende das Buch als Arbeitsmittel, streiche mir Dinge an und schreibe laufend mit – hab ich schon erwähnt, dass ich eine Kritzeltante bin 😉?

Die 20/20/20-Formel

  • 5.00 – 5.20 h Bewegen – intensives Training bis du wirklich ins Schwitzen kommst . Glückshormon-Ausschüttung und Stoffwechsel werden angeregt, Konzentration und Produktivität erhöht. Viel trinken!
  • 5.20 – 5.40 h Reflektieren – Journaling, Meditieren, Planen, Nachdenken, Beten. Dankbarkeitsbuch führen, Achtsamkeit schärfen, Weisheit und Glück mehren sich, du wirst ausgeglichener.
  • 5.40 – 6.00 h Wachsen – Ziele überdenken, Lesen, Impulse hören – Lernen, in welcher Form auch immer. Arbeite gezielt an deinem Mind-Design, du wirst zuversichtlicher und schärfst dein Denken. All das fördert dein persönliches Wachstum sowie den Fokus auf deine Ziele.

Hal Elrod – Miracle Morning

Abgesehen von seiner persönlichen Geschichte, verrät dir Hal Elrod seine 5-Schritte-Hallo-wach!-Strategie, damit du am Morgen leichter aus dem Bett kommst und die Life S.A.V.E.R.S., die Lebensretter für deine neuen Morgenroutinen.

S.A.V.E.R.S.

  • S wie Silence (Stille)
    verbringe nach dem Aufstehen Zeit in vollkommener Entspannung und Ruhe (Meditation, Dankbarkeit, Gebet, Reflexion…). Bestenfalls hast du am Vorabend bereits alles vorbereitet.
  • A wie Affirmations (Affirmationen)
    durch die aktive Gestaltung von Affirmationen kannst du deine erfolgreiche Zukunft kreieren und leichter in die Umsetzung kommen.
  • V wie Visualization (Visualisierung)
    kreiere positive, geistige Bilder von bestimmten Verhaltensweisen und Ergebnissen und mache dir ein Visionboard (damit du in der Folge dein Action Board gestalten kannst).
  • E wie Exercise (Bewegung)
    sportliche Betätigung ist unumgänglich um einen gesunden Lifestyle zu führen. Je früher du ihn in deinen Tag einbaust, desto weniger kann dein Klabauter dir Ausreden ins Ohr flüstern. Vielleicht ist Yoga eine gute Kombination?
  • R wie Reading (Lesen)
    10 Seiten pro Tag ergeben 18 durchschnittlich 200 Seiten starke Ratgeber pro Jahr! Lies aktiv, mach dir Notizen und nimm dir Impulse für deinen Alltag aus dem Gelesenen.
  • S wie Scribing (Schreiben)
    Tagebuch führen, Journaling, Free Writing – es gibt viele Möglichkeiten in 10-15 Minuten seine Gedanken zu Papier zu bringen. Du gewinnst Klarheit, Fokus und neue Erkenntnisse.

Strategie der kleinen Schritte

Um zu verhindern letztlich alles wegen Überforderung hinzuschmeißen, ist es für mich wichtig, meine Vorhaben in klitzekleine Babysteps herunter zu brechen. So kann ich sie am besten in meinen Alltag integrieren und mit vorhandenen positiven Gewohnheiten verknüpfen.

Banales Beispiel:
um an meine täglichen Vitalstoff-Shakes zu denken, stehen sie neben meinem Zahnputzzeug. Mittlerweile ist es ebenso selbstverständlich wie Zähneputzen, dass ich am Morgen meinen Säure-Basen-Haushalt ausgleiche und abends meine Darmreinigung ankurble. Mein Energielevel fährt zur Höchstform auf und meine Zellen jubeln.

Einige Anregungen habe ich erfolgreich umgesetzt, mit anderen experimentiere ich noch herum. Auf jeden Fall merke ich beim Schreiben dieser Zeilen, dass es durchaus sinnvoll ist, Bücher dieser Art mehrmals aktiv durch zu arbeiten. Laufende Reflexion optimiert meine bestehende Gewohnheiten.

Einfach machen, statt nachdenken was jetzt kommt… Dann passt’s 😉!

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