Soul-Pictures 4 you – Modelfeeling

Als Hobbyfotografin kenne ich sehr wohl die schmeichelhaften Optimizer, die bei Fotos in diversen Magazinen und dem Social Media Cosmos angewendet werden. „Glaub nicht alles, was du siehst!“ ist mein diesbezügliches Mantra. Dennoch: ein Shooting für ganz persönliche Soul-Pictures bei einem professionellen Fotografen hat schon was… Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Du willst dich auch einmal wie ein Fotomodell fühlen und professionelle Bilder bekommen – für den Göttergatten, den Lover oder auch beide? Oder schlichtweg für dich selbst? Juckt es dich da in den Fingerspitzen? Das wäre doch eine echt coole Sache!

Ja schon, aber…

Du schminkst dich normalerweise gar nicht oder sehr dezent. Kannst mit dem „Malen nach Zahlen“ nichts anfangen. Der Fotograf meinte jedoch: „Eine Visagistin sollte da schon ran, damit es gut wirkt.“ Wer weiß, was die mit dir aufführt? Außerdem kostet es dann noch mehr!

Vor der Kamera „posen“ – OMG, das fühlt sich so fremd an! Du kommst dir total blöd dabei vor, hast keine Ahnung, was du mit Armen und Beinen tun sollst! In den Illustrierten schaut das immer so einfach aus…

Was hast du dir bloß dabei gedacht? Jetzt gibst du soviel Geld aus und willst eigentlich nur weg von hier!

Selfie & Posie

Selbstliebe und Achtsamkeit sind wichtige Grundpfeiler, die nicht früh genug gelegt werden können. Das „Du bist nicht genug, so wie du bist!“ wurde auch dir bereits in die Wiege gelegt? Alleine die Frage als Kind „Was willst du denn einmal werden?“ impliziert das „Nicht genug sein.“

Schöner, schlanker, reicher – die Glitzerwelt von Social Media & Co tut das ihrige dazu, dass speziell wir Frauen uns schlecht und als ungenügend empfinden. Es bedarf regelmässiger Bewusstmachung, zu erkennen, dass die meisten Selfies & Posies nicht der Realität entsprechen.

Filter, Fotoshop und was sich noch so alles an Bearbeitungsmöglichkeiten anbietet – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Das Pendant zum Selfie-Verschönerer bei Frauen ist die Sixpack-App bei Männern. Du kannst Haare dazu und Tatoos weg retuschieren – nicht umsonst ist mein Mantra immer wieder: „Glaub nicht alles was du siehst!

  • Selfie: aus der Hand heraus fotografieren
  • Posie: mittels Selfie-Stick bzw. Stativ kannst du freihändig vor der Kamera posen

Perspektivenwechsel

Die Arbeit eines Meisterfotografen erhebt einen völlig anderen Anspruch auf Qualität. Es gibt zuerst einmal ein Vorgespräch. Schließlich sollen die Aufnahmen genau nach deinen Wünschen maßgeschneidert werden.

Du wirst mit allen Mitteln der Kunst ins perfekte Licht gerückt und positioniert. Idealerweise bekommst du ein professionelles Foto-Make up von einer Visagistin (natürlich auch in Absprache nach deinen Bedürfnissen). Dein normales Tages Make up reicht erfahrungsgemäß nicht aus, die Linse schluckt unglaublich viel.

Du wirst anfangs vielleicht schockiert sein und dir denken: OMG, so gehe ich auf keinen Fall auf die Straße (besonders wenn du dich normalerweise wenig bis gar nicht schminkst)! Doch glaube mir, die Praxis zeigt, dass das – für deinen Eindruck zuerst viel zu stark geschminkte – Gesicht auf dem Foto vollkommen natürlich aussieht.

Ich erlebte das oftmals in der Praxis bzw. bei meiner Visagisten-Ausbildung: da kam ein unscheinbares graues Mäuschen und stellte sich als Schmink-Modell zur Verfügung (natürlich kostenlos). Anfangs traute sie der Geschichte nicht ganz, doch dann wurde sie Zeugin ihrer eigenen Verwandlung. Das Strahlen in ihren Augen, nachdem das Make up fertig gestellt war – plötzlich bekam sie eine ganz andere Ausstrahlung! Ihre Haltung veränderte sich und ihre Begeisterung war grenzenlos!

Du bekommst einen komplett anderen Blickwinkel auf dein eigenes Ich. Du siehst eine wunderbare Frau, so wie du sie vielleicht noch nie gesehen hast. Glaub mir, es ist Balsam für die Seele!

Vier sehr unterschiedliche Erlebnisse möchte ich erwähnen…

Das erste Shooting

ergab sich eher zufällig und war mir ursprünglich gar nicht recht. Ich war fotoscheu und hatte Riesenkomplexe wegen meiner schiefen Zähne. Niemals brachte mich ein Fotograf zum Lächeln, das musste schon ein Schnappschuss sein.

Doch dann wurde ich bei einem Casting meiner damaligen Firma für einen Videodreh auserkoren (eigentlich ging ich dort nur als Freundschaftsdienst hin). Im Anschluss wurde noch ein Fotoshooting festgelegt (das war ursprünglich gar nicht geplant) und ich musste dafür meinen Termin für die Zahnspange verschieben. Nach vielen Jahren absoluter Panik davor, hatte ich mich endlich dazu durchgerungen.

Pierre Lang Shooting, April 2005

Beim zweiten Shooting

beschenkte ich den MannMitHut mit einer sehr persönlichen Fotoserie, die ich hier nicht veröffentlichen werde 😉! Ich war schrecklich nervös und aufgeregt und ging damals wohlweislich in ein Fotostudio, in dem nur Frauen arbeiteten. Das war vor ca. 15 Jahren . Eines dieser Fotos hat der MannMitHut noch immer auf seinem Smartphone-Bildschirm (🔽). Mal sehen, ob ihn ein Bild des allerletzten Shootings so sehr anspricht, dass er es aktualisiert 😉?

Fotoserie aus einem Wiener Fotostudio im 4. Bezirk, Dezember 2008

Beim dritten Shooting

wurde ich als Teilnehmerin zum „The face“ Wettbewerb von Ringana ausgewählt. Ich wollte als die „reife Markenbotschafterin“ vor der Frauenwelt erscheinen, doch ich schied bei der Vorauswahl aus. Ich durfte einen wunderschönen Tag mit neun weiteren Kolleginnen und Kollegen in Hartberg verbringen. Nach dem Motto: „Dabei sein ist alles“ war ich keinesfalls traurig. Im Gegenteil, ich bekam sogar eines der Bilder, aufgezogen auf einem Rahmen, als Geschenk.

Mit dem Ergebnis war ich im ersten Moment nicht glücklich, im Gegenteil. Abgesehen davon, dass statt eines Weichzeichners ein sehr harter Filter über das Bild gelegt wurde, störte mich immens, dass keine Stylistin darauf geachtet hatte, dass meine – sehr schweren – Haare vollkommen einseitig herunter geplumpst waren. Ich ließ das Bild kurzerhand von einem lieben Freund (und begnadeten Künstler!) übermalen. So habe ich eine ganz spezielle Erinnerung an diesen schönen Tag. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Martin Sonnleitner!

Übermaltes Foto, Jänner 2018

Das vierte und vorerst letzte Shooting

war erst vor kurzem. Auch dieses ergab sich eher zufällig und wir hatten eine Menge Spass beim Arbeiten. Wie immer gab es Situationen, in denen ich nicht genau wusste, wie ich Arme und Beine positionieren sollte, damit das Posing auch gut aussieht. Im großen und ganzen fühlte ich mich jedoch wohl vor der Kamera und wenn es nötig war, bekam ich genaue Anweisungen. In meinen Augen kamen wunderschöne Bilder zustande.

Ein guter Fotograf:in sollte dein Vertrauen besitzen, damit du dich entspannter vor der Kamera bewegst. Je nachdem zu wem du gehst, arbeitet er oder sie immer wieder mit Personen, die nicht vom Fach sind. Ein guter Fotograf:in ist daher gewohnt, gewisse hilfreiche Anweisungen zu geben. Die Atmosphäre sollte locker, jedoch respektvoll sein.

Ich kann in meinem Fall den Fotografen Mathias Lenz wärmstens empfehlen. Von ihm stammen u.a. diese drei Bilder, die ich auf meiner Website und für meinen Social Media Auftritt verwenden werde.

Er vereint Empathie und Professionalität sowohl beim Shooting als auch bei der anschließenden Besprechung. Mit viel Gefühl und einem hohen Qualitätsanspruch werden die Bilder nachbearbeitet, ohne dass du Angst haben musst, dich nachher nicht wieder zuerkennen. Btw – geschminkt habe ich mich natürlich selbst, doch ich hab das genau vorher mit mir besprochen😜 !

Mein Filter des Wohlwollens

Mir ist natürlich bewusst, dass auch diese Bilder noch mit einigen sehr gekonnten Klicks verschönert wurden. Doch ich hatte das Mitspracherecht, ob Falten komplett wegretuschiert oder nur wenig bearbeitet werden sollten. Ich persönlich stehe zu den Lektionen, die mir das Leben erteilte, dennoch freue ich mich über eine gewisse Optimierung.

Ich traf mit mir selbst eine Vereinbarung: ab sofort lege ich einen Filter des Wohlwollens und der Selbstliebe vor mein inneres Auge und identifiziere mich mit dieser Person. Ich schicke meine innere Kritikerin – diese blöde Funz’n 😜 – einfach auf Urlaub. Nein noch besser in Pension! Die braucht gar nicht wieder kommen, ich brauche sie nicht mehr.

Happy Sexy Selfcare Moments

Ich sehe ab sofort in mir ausschließlich diese tolle Frau mit charismatischer Ausstrahlung. Eine Frau, die mich beeindruckt, stolz macht und meine Seele zum Strahlen bringt. Eine Frau, die viel erlebt hat und mit unglaublicher Stärke und einem großen Herz daraus hervorgegangen ist. Eine Frau, die vom Tun immer mehr ins Sein gleitet.

Überheblich? Vielleicht. Übertrieben? Möglicherweise. Das alles liegt immer im Auge des Betrachters. Glaube mir, es ist verdammt ungewohnt, so über sich zu schreiben. Dennoch fühlt es sich echt gut an. Was wenn es wirklich so ist? Wer maßt sich an, das zu beurteilen? Wohl nur ich selbst.

Sei deine beste Freundin

Probier es aus! Es ist in jedem Fall ein überaus wohltuendes Gedankenexperiment. Wenn du es oft genug machst, manifestiert es sich im Außen.

Gönn dir was für deine Seele und mach deiner besten Freundin ein Geschenk.

Dir selbst.

Be yourself!

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